Wie der Kürbis zu seinem Gesicht kam oder die Legende von Jack O’Lantern

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Halloween ist zwar schon eine zeitlang vorbei, aber trotzdem, wer kennt die Geschichte, wie der Kürbis zu seinem Gesicht kam?

Viele denken, Halloween kommt aus dem verrückten Amerika, ist aber garnicht so. Ursprünglich kommt dieser Brauch nämlich aus dem erzkatholischen Irland. Wer hätte das gedacht?  Einer Sage nach stellte ein pfiffiger Gauner und Trunkenbold dem Teufel eine Falle. Der gute Mann hieß Jack Oldfield. Als der Teufel am Tag vor Allerheiligen bei ihm erschien um ihn mitzunehmen, bat dieser um einen allerletzten Gefallen. Er wollte noch eine Henkersmahlzeit genießen. Einen Apfel vom nahestehenden Apfelbaum.

Der Teufel erfüllte Jack’s letzten Wunsch und kletterte auf den Baum. Schnell holte Jack sein Messer aus der Tasche und ritzte in windeseile ein Kreuz in den Baumstamm. Der Teufel war gefangen. Um wieder seine Freiheit zu erlangen, handelte er eine Abmachung mit Jack aus. Er versprach, Jack’s Seele für jetzt und für alle Zeiten in Ruhe zu lassen und so war’s geschehen.

Jack wurde alt. Als seine Zeit gekommen war und er vor dem Himmelstor stand, war niemand bereit ihn hereinzulassen. Zu seinen Lebzeiten war er nicht gerade der Bravste gewesen. Doch die Tür zur Hölle blieb ebenfalls verschlossen, hatte der Teufel ihm ja versprochen, seine Seele in Frieden zu lassen. So war er im Niemandsland zwischen Himmel und Hölle gefangen, Dunkelheit und Kälte herrschten dort. Der Teufel hatte Erbarmen und gab ihm ein Stück glühende Kohle, damit er sich ein wenig wärmen und auch etwas sehen konnte. Um sich nicht die Hand zu verbrennen, steckte Jack das Stück Kohle in eine ausgehöhlte Rübe.

Diesen Brauch brachten irische Einwanderer nach Amerika mit. Da es in ihrer neuen Heimat aber halt mehr Kürbisse als Rüben gab, wurden eben Kürbisse ausgehöhlt. Den ausgehöhlten Kürbis, nennt man auf Englisch „Jack O’Lantern“, was so viel wie „Jack mit seiner Laterne“ heißt.

Na, wusstet ihr das?

Und was macht man dann mit dem ganzen übriggebliebenen Kürbis-Fruchtfleisch? Na, Kürbisbrot! Hier kommt mein Favorit.

Rezept: Kürbisbrot
Dinkelvollkornmehl (600 g)
Kürbis, am besten Hokkaido (400 g)
Honig (30 g)
Salz (10 g)
Wasser, lauwarm (125 ml)
Trockenhefe (1 Pck)
Kürbiskerne, kleingehackt (4 EL)
Butter (2 EL)

Backofen auf 160 Grad stellen. Kürbis schälen (entfällt bei Hokkaido) und in einer Küchenmaschine klein raspeln. Honig in 1 EL lauwarmen Wasser auflösen und die Hefe dazugeben. Danach Kürbis, Mehl, Salz, Wasser und die Kerne zu einem Teig verarbeiten.

Den Teig in einer Schüssel ca. 1 Stunde gehen lassen. Anschließend eine Kastenform einfetten, den Teig nochmals kurz durchkneten, in die Form geben und 45 Minuten backen. Danach das Brot aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen. Lasst Euch dieses leckere Herbstbrot schmecken!

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5 Kommentare zu „Wie der Kürbis zu seinem Gesicht kam oder die Legende von Jack O’Lantern

    1. Hallo Diana,
      die Geschichte über den Kürbis kannte ich lange Zeit auch nicht. Und dann hatte ich mit jemanden über Allerheiligen und Halloween gesprochen und plötzlich kam die Frage auf, woher eigentlich dieser Brauch kommt.
      Wir waren uns alle sicher, dass es aus Amerika kommt :-).
      Uiii, da freue ich mich aber, dass du mich nominiert hast. Lieben Dank. Ich mache gerne mit!
      LG,
      Bibi

      Gefällt 1 Person

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